30.04.2019 11:01
Kategorie: IT-Recht / Medienrecht / geistiges Eigentum

LG Berlin: Abschaltung einer Website durch den Provider

Das Landgericht Berlin (Urteil vom 17.04.2019 – 4 O 197/18) hat in einem Verfahren unter unserer Beteiligung entschieden, dass bei einer Abschaltung einer privaten Website durch den Host Provider keine Schadensersatzansprüche bestehen.

Der Host Provider hatte eine private Website abgeschaltet, weil diese eine Schadsoftware enthielt. Der Diensteanbieter der privaten Website behauptet, dass er dafür nicht verantwortlich sei. Er habe nur den Homepage-Baukasten des Host Providers für die Erstellung seiner Website benutzt.

Das LG Berlin verneint Schadensersatzansprüche des Diensteanbieters. In der Abschaltung einer privaten Website soll kein Schaden liegen. Es bestehe weder ein Schadensersatzanspruch wegen der Vernichtung der Website noch ein Anspruch auf eine Nutzungsausfallentschädigung.

 

 

 
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