19.06.2019 10:38
Kategorie: Aus der Kanzlei

Die Fortbildung von Fachanwälten durch wissenschaftliches Publizieren

Im Anwaltsblatt Online ist ein neuer Aufsatz von Dr. Bernd Lorenz zu dem Thema "Die Fortbildung von Fachanwälten durch wissenschaftliches Publizieren" (AnwBl Online 2019, 455-458) erschienen. Fachanwälte sind zur Fortbildung verpflichtet (§ 15 FAO). Die Fortbildung kann dabei auch durch wissenschaftliches Publizieren erfolgen.

Wie der BGH mit Urteil vom 20.06.2016 (AnwZ (BrfG) 10/15, BGH-Entscheidungsdatenbank) entschieden hat, ist ein Fachbeitrag auf der eigenen Website des Fachanwalts aber keine wissenschaftliche Publikation. Der Autor geht der Frage nach, welche Beiträge als wissenschaftliche Publikation anerkannt werden können. Dabei kommt der Autor zu dem Ergebnis, dass Nachrichten mit Unterhaltungscharakter, Beiträge, die sich primär an Mandanten richten und Inhaltsangaben von Urteilen oder Büchern als wissenschaftliche Publikation ausscheiden.

Die Fortbildung müssen die Fachanwälte im laufenden Kalenderjahr erbringen. Dafür kommt es nicht darauf an, wann die Publikation erscheint, sondern wann sie verfasst wurde. Der Autor plädiert dafür, dass ein Nachholen der Fortbildung möglich sein muss, wenn die Rechtsanwaltskammer die wissenschaftliche Publikation nicht anerkennt.

 

 

 
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