28.12.2018 13:55
Kategorie: Aus der Kanzlei, IT-Recht / Medienrecht / geistiges Eigentum

Das Urheberrecht in der Wissensgesellschaft

Am 01.03.2018 ist das Urheberrecht in der Wissensgesellschaft in Kraft getreten. Einen Überblick über die Neuregelungen gibt Dr. Bernd Lorenz in seinem Aufsatz "Das Urheberrecht in der Wissensgesellschaft", der in der Zeitschrift "Recht der Jugend und des Bildungswesens" (RdJB 2018, 358-368) erschienen ist.

Der Aufsatz befasst sich mit

  • der Verwendung von Werken in Unterricht und Lehre (§ 60a UrhG),
  • der Verwendung von Werken für Unterrichts- und Lehrmedien (§ 60b UrhG),
  • der Verwendung von Werken für die nicht kommerzielle wissenschaftliche Forschung (§ 60c UrhG),
  • der Zulässigkeit von Text und Data Mining (§ 60d UrhG),
  • der Nutzung von Werken durch Bibliotheken, Archive, Museen und Bildungseinrichtungen (§ 60e und § 60f UrhG),
  • dem Verhältnis von vertraglichen Nutzungsbeschränkungen zu gesetzlich erlaubten Nutzungen (§ 60g UrhG) und
  • der an die Verwertungsgesellschaften zu zahlenden angemessenen Vergütung (§ 60h UrhG).

Abschließend weist der Aufsatz darauf hin, dass die Auswirkungen dieser Urheberrechtsreform im Jahre 2022 evaluiert werden sollen (§ 142 Abs. 1 UrhG). Die Geltung der Vorschriften ist bis zum 01.03.2023 befristet (§ 142 Abs. 2 UrhG). Dem Gesetzgeber steht es natürlich frei, nach einer positiven Evaluierung die Geltung der Vorschriften zu verlängern oder diese zu entfristen.

 
zurück zu Aktuelles