12.09.2019 17:26
Kategorie: IT-Recht / Medienrecht / geistiges Eigentum, Wirtschaftsrecht

AG Köln: Mangelhafte Verpackung beim Versendungskauf

Das Amtsgericht Köln (Urteil vom 09.09.2019 – 112 C 365/19, JurPC Web-Dok. 124/2019) hat in einem von uns geführten Verfahren entschieden, dass der Verkäufer auf Schadensersatz haftet, wenn er beim Versendungskauf die verkaufte Sache nicht ordnungsgemäß verpackt.

Der Kläger hat im Internet einen gebrauchten Banknotenzähler gekauft. Der Beklagte hat diesen bei der Versendung nicht ausreichend verpackt. Aufgrund der Schwere des Geräts (14 kg) kam das Gerät mit einem Totalschaden bei dem Kläger an.

Zwar gilt beim Versendungskauf die Regelung zur Gefahrtragung nach § 447 Abs. 1 BGB. Danach trägt grundsätzlich der Käufer das Transportrisiko. Sobald die Ware an das Beförderungsunternehmen übergeben wurde, geht die Gefahr des zufälligen Untergangs auf den Käufer über.

Wenn der Verkäufer die Ware aber nicht ordnungsgemäß verpackt, haftet er auf Schadensersatz. Deshalb musste der Verkäufer in dem vorliegenden Fall den Kaufpreis an den Kläger zurückerstatten.

 

 

 
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