05.01.2018 17:07
Kategorie: IT-Recht / Medienrecht / geistiges Eigentum

LG Bochum: Pflichtverletzung bei der Erstellung einer Website

Das Landgericht Bochum (Urteil vom 16.08.2016 – 9 S 17/16, NRWE) hat entschieden, dass ein Webdesigner eine Pflichtverletzung begeht, wenn er bei der Erstellung einer Website nicht die erforderlichen Rechte für die Nutzung von Fotos einholt.

Wenn ein Webdesigner den Auftrag hat, eine neue Website zu erstellen, und er in die neue Website auch Fotos einbindet, muss er vor der Verwendung der Fotos prüfen, ob diese urheberrechtlich geschützt sind. Der Webdesigner ist verpflichtet, seinen Auftraggeber über die Urheberrechte an den Fotos aufzuklären. Er muss seinem Auftraggeber mitteilen, ob die Nutzung der Fotos gebührenpflichtig oder entgeltfrei ist. Weiterhin muss der Webdesigner seinen Auftraggeber darüber aufklären, ob der Fotograf benannt werden muss. Denn der Urheber hat ein Namensnennungsrecht (§ 13 UrhG).

Wenn der Webdesigner diese Pflichten verletzt, und der Auftraggeber deshalb vom Rechteinhaber abgemahnt wird, hat der Auftraggeber einen Schadensersatzanspruch gegen den Webdesigner (§ 280 Abs. 1 BGB).

 

 

 
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